Nachwort

Das Nachwort unserer Festschrift zum 110. Vereinsjubiläum habe ich mir noch einmal genau angesehen. Es hat sich eigentlich nicht allzu viel geändert. Die Festschrift erscheint immer noch wie vor fünfzehn Jahren in Papierform und selbst der Verantwortliche für die Zusammenstellung der aktuellen Festschrift ist noch der gleiche wie damals. Allerdings ist mir die Arbeit diesmal leichter gefallen, da ich zum einen inzwischen über die notwendige Erfahrung verfüge und zum anderen nach dem Eintritt in den Ruhestand die erforderliche Zeit ausreichend zur Verfügung steht. Es sollte aber nun wirklich das letzte Nachwort aus meiner Feder sein.

Der Verein hat sich nach Zahl der Mitglieder auf dem Niveau gehalten, auf dem er sich schon vor fünfzehn Jahren befunden hat. Allein das ist schon bemerkenswert, denn einige andere Vereine sind in dieser Zeit untergegangen. Aber auch wir sind alle etwas „reifer“ geworden, wenngleich wir doch über einige aktive jüngere Mitglieder verfügen. Leider glauben viele, es sei ausreichend, wenn man in den einschlägigen Foren mehr oder weniger schlaue Posts veröffentlicht, um in der Aquaristik voranzukommen und verzichten auf eine Mitgliedschaft in einem Verein. Für mich ist der persönliche und direkte Austausch unverzichtbar, auch um einmal kontroverse Ansichten zu diskutieren. Wichtig ist für mich auch der Zusammenhalt im Verein. Gerade im letzten Jahr hatte ich wegen einer Operation einige Probleme und habe mich sehr über die Anteilnahme der Vereinsmitglieder gefreut. Zudem soll die gegenseitige Hilfe und Unterstützung im Bedarfsfall hervorgehoben werden.

Auch diesmal hat es wieder kaum Probleme gemacht, eine ausreichende Zahl von Beiträgen für die Festschrift zusammen zu bekommen. Besonders erfreulich ist es, dass unsere beiden Ehrenmitglieder Prof. Dr. Dr. Sterba und Klaus Breitfeld einen Artikel zu unserer Festschrift beigetragen haben. Sicher war es erneut erforderlich, den einen oder anderen sanft anzustoßen, vielleicht war ich aber auch zu übereifrig, wollte ich doch so früh wie möglich fertig sein, um am Ende nicht in zeitliche Bedrängnis zu geraten. Einige wenige Artikel wurden allerdings leider nicht wie vereinbart eingereicht, dafür waren andere umfangreicher und ersetzten das Fehlende.

Enttäuschend für uns war es, dass der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, unsere Bitte um ein Grußwort abschlägig beschieden hat.

Da wir in den letzten Jahren sparsam gewirtschaftet haben, war die Finanzierung der Festschrift kein großes Problem, wohl aber der größte Posten für die Feier. Dem Zoo Leipzig soll dafür gedankt werden, dass wir unsere Veranstaltung in seinen Räumen durchführen dürfen – und das für einen sehr kulanten Preis. Das ist auch der würdige Rahmen für unsere hochkarätigen Referenten Dr. Stefan Hetz, Berlin (Salmler – Einblicke in Biologie und Verhalten einer faszinierenden Fischgruppe), Frank Schäfer, Rodgau (Aktuelle Neuimporte – besondere  Seltenheiten und ausgesuchte Schönheiten) und Ingo Seidel, Werneuchen (Fortpflanzungsstrategien bei Welsen), denen wir für ihre Bereitschaft zu Dank verpflichtet sind.

Ein Dank geht auch an das Naturkundemuseum Leipzig, das seit vielen Jahren beständig Heimstatt für die Vorträge des Vereins ist. Unsere Freunde vom „Mythos“ (vormals „Wallstreet“) in der Leipziger Humboldtstraße haben uns zu unseren „Quatschabenden“ zwischen den Vorträgen immer freundlich bewirtet.

Rainer Hoyer

 

Inhaltsangabe